Yellow Nights

Kneipenverein im Gespräch (Artikel AZ Ingelheim vom 30.12.10)

Mitglieder der Grünen Jugend Ingelheim, der Jungsozialisten (Jusos) sowie interessierte Jugendliche haben sich jetzt im Jugendzentrum „Yellow“ getroffen, um darüber zu diskutieren, wie nach der Schließung des Keller-Kunst-Kellers künftig ein Kneipenangebot für junge Leute gewährleistet werden kann. Im Gespräch ist unter anderem die Gründung eines „Kneipenvereins“, der gegründet werden müsste, um eine Jugendkneipe in Selbstverwaltung führen zu können. Die Idee einer vereinsorganisierten Jugendkneipe mit Zuschüssen der Stadt Ingelheim, vergleichbar dem JuKuz in der Mainzer Straße in Bingen, wäre die Idealvorstellung der engagierten Jugendlichen. Bei ihrem Treffen warfen sie aber auch Problemfragen wie die der Räumlichkeiten und der Unterhaltungskosten auf.

Nach ihrem Gespräch mit Bürgermeister Ralf Claus (vgl. AZ vom 10. Dezember) soll nun zunächst in einer Art Pilotprojekt in den Räumen des Jugendzentrums „Yellow“ nach einer Lösung gesucht werden.

Um die Probleme und die bevorstehende Arbeit besser verteilen zu können, haben die Jugendlichen bereits einen Termin für eine weitere Zusammenkunft festgelegt. Sie wollen sich wieder am 9. Januar 2011 treffen.

Quelle: Allgemeine Zeitung Ingelheim

Stadt lotet Übergangslösung aus (Artikel der Allgemeinen Zeitung vom 10.12.2010)

Wo können Jugendliche in Ingelheim in einer größeren Gruppe Geburtstag feiern oder in einer Jugendkneipe gemütlich Musik hören und „chillen“, wenn der Keller-Kunst-Keller in wenigen Tagen schließt? „Im Großraum Ingelheim gibt es nichts, das ist alles in privater Trägerschaft“, erklärte Leonhard Beck von den Jungsozialisten (Jusos).

Bürgermeister Ralf Claus traf sich am Mittwochabend mit Vertretern von Jusos, Vertretern der erst kürzlich neu gegründeten Grünen Jugend Ingelheim und weiteren interessierten jungen Erwachsenen im neuen Jugendkulturzentrum Yellow, um mit ihnen über die zwei verschiedenen Wünsche zu diskutieren und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Er wollte hören, in welche Richtung die Vorstellungen der jungen Leute gehen.

„Das Anliegen von Ihnen ist nachvollziehbar“, versicherte Ralf Claus, nachdem ihm Leonhard Beck und Vera Breier darüber informiert hatten, was sich die Jugend vorstellt: Räumlichkeiten, in denen sie Feiern selbst organisieren können, ohne dass horrende Nebenkosten auf sie zukommen. Sie denken auch an eine Kneipe, die unter der Woche, vor allem aber an den Wochenenden geöffnet hat, in einer für sie gemäßen Atmosphäre. Dabei sollte es sich um einen Raum vor Ort handeln, damit sie nicht immer nach Mainz fahren müssen.

Und die Jugendlichen haben bereits überlegt, dazu einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder dann für den Ausschank der Getränke sorgen. Durch die Gründung eines Vereins soll auch eine länger andauernde Kontinuität erreicht werden, wenn die Mitgliedschaft nicht mit dem Erwerb des Abiturs endet.

Als Ort für den Jugendtreffpunkt schlugen die jungen Leute die Karlspassage oder auch das Gebäude des ehemaligen Terminus vor.

„Die Stadt hat in der letzten Zeit viel investiert, Räume sind da“, nahm Ralf Claus den Faden auf. Er stellte klar, dass er die Bedürfnisse der Jugend sieht, er rückte aber auch die Präventionsarbeit der Stadt gegen Drogen und Alkoholmissbrauch in den Fokus. Gemeinsam mit Heinz-Peter Kissel, Leiter der städtischen Jugend- und Sozialabteilung, beleuchtete er die Rechte und Pflichten, die diese besondere, von den Jugendlichen angedachte Vereinsarbeit im Rahmen eines Ausschanks mit sich bringe. „Gibt es genügend Jugendliche, die sich dafür engagieren?“, lautete eine der aufgeworfenen Fragen. Und Wilfried Bernd vom kriminalpräventiven Rat zeigte weitere Probleme auf, die eine Kneipe für junge Leute mit sich bringe: So gelte es, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten. Lärm der Ankommenden und Wegfahrenden rufe den Protest von Nachbarn hervor. Schlägereien und der Umgang mit ungebetenen Gästen, die unter Umständen eine Spur der Verwüstung hinterließen, seien weitere Erfahrungen aus der Praxis. „Was macht Ihr, wenn ein zwei Meter großer, sehr kräftiger und alkoholisierter junger Mann vor Euch steht und Probleme macht?“ Das sollten sie händeln können, damit nichts aus dem Ruder laufe.

Während die jungen Leute sich bereits am Sonntag, 19. Dezember, um 18 Uhr im Yellow treffen möchten, um über die Vereinsgründung zu sprechen, lotet das Team im Kultur- und Jugendzentrum Yellow intensiv die Möglichkeiten aus, schnellstmöglich erst einmal Übergangslösungen im Haus anzubieten. „Die Räume gemütlicher zu gestalten, ist dabei am einfachsten“, sind sich Claus und Kissel einig. „Ihr kommt auf uns zu“, nahmen sie die Jugend in die Pflicht.

Quelle: Allgemeine Zeitung vom 10.12.2010

Jusos Ingelheim: Raum für Jugend schaffen

„Die Schließung des Keller-Kunst-Kellers bedeutet für viele Jugendliche in Ingelheim das Aus um sich abends oder am Wochenende vor Ort zu treffen und zu feiern“, erklärt Leonard Beck der Sprecher der Jusos Ingelheim.

Die Jusos Ingelheim wollen sich deshalb dafür einsetzen, dass Jugendlichen auch in Zukunft Raum geboten wird. „Wir wollen in Ingelheim auch weiterhin einen Platz, der nicht weit von zu Hause die Möglichkeit bietet, Musik zu machen, Geburtstage zu feiern oder sich einfach so mit Freunden zu treffen“, so Beck weiter.

Platz für Jugend und Kultur, darf nach Ansicht der Jusos in Ingelheim nicht fehlen. Dieser muss nach Ansicht des SPD-Nachwuchses an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden. „Wir wollen beispielsweise einen 18. Geburtstag feiern können ohne 900 Leute einladen zu müssen, damit eine Halle gefüllt wird, aber auch Platz um mit mehr als 15 Leuten feiern zu können“, erklärt Alexander Berg von den Jusos. „Wenn man sich am Wochenende einfach spontan mit Freunden treffen will, wollen wir dafür nicht erst weit fahren müssen“, so Berg weiter.

„Wir werden daher in den nächsten Wochen das Gespräch mit den Beteiligten und mit Vertretern der Stadt suchen, um eine Lösung zu erarbeiten“, erklärt Beck abschließend.

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